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Beruflich habe ich mit Expertensystemen zu tun. Wie ein roter Faden zieht sich bei diesem Thema die Frage nach dem Wittgensteinagenten durch die Fachpresse und Führungsetagen. Vor allem das Top-Management ist ständig auf der Suche nach diesen Agenten. Sie sollen möglichst nichts verbrauchen, nichts vergessen, niemals klagen, nichts fordern aber ansonsten so handeln, wie ein fleißiger, kreativer, hyperintelligenter Mensch der jedoch alle fehlerhaften und unnützlichen Erinnerungen regelmäßig selbst löscht.
Vor kurzem hatte ich das Vergnügen mit einem solchen Agenten, oder besser dem Versuch der Realisierung eines solchen, der bestimmt enorme Kosten- bzw. Personaleinsparungen für das "betroffene" Unternehmen mit sich bringt.
Seit, wer weiß wie lange, bin ich Abonennt des Newsletter von Chip-Online. Neben vielen anderen Newsletter gehören diese zu meinem beruflichen und privaten Alltag, um mich in der ganzen inflationären Weiterentwicklung der IT-Branche einigermaßen auf dem laufenden zu halten.
Seit einiger Zeit bekomme ich keine Newsletter von Chip mehr. Das fiel mir schon auf, aber aus Zeitgründen, und weil ich auch so mal in der Chip blättere, auf der Web-Seite von chip.de nachschaue und diverse andere Newsletter lese, hat es mich nicht wirklich behindert und ich habe mich nicht darum gekümmert.
Aber eines Morgens erfuhr ich, wie schlimm ich eigentlich dran bin. Ich erhielt eine E-mail. Hier den kompletten Inhalt aller nun folgenden Mails wiederzugeben, würde sich nicht lohnen. Viele die mit den Errungenschaften der modernen Medien leben, kennen ähnliche Beispiele. Daher hier nur einige Auszüge:
Betreff: "ezmlm warning"
Auweia! Was ist denn das?
Dann heißt es: "Messages to you from the mailadm-chipweekly mailing list seem to have been bouncing. I've attached a copy of the first bounce message I received." und weiter: "If this message bounces too, I will send you a probe. If the probe bounces, I will remove your address from the mailadm-chipweekly mailing list, without further notice … Here are the message numbers: 52 …This is a permanent error; I've given up. Sorry it didn't work out…".
Das Problem ist, seit etwa einem Jahr ist meine e-mail-Adresse nicht mehr rkoecher@firmenname.de sondern r.koechert@firmenname.de. Die Weiterleitung ist nun seit einiger Zeit abgeschaltet.
Schlussfolgerung:
Ich bin schuld. Schon längst hätte ich meine neue Adresse mitteilen können. Aber weiter im Text. Ich bekenne mich schuldig und teile per Mausklick in outlook auf "Antworten" meine neue Adresse mit. Darauf erhalte ich folgende Mail:
"This is a generic help message. The message I received wasn't sent to any of my command addresses. Here is a list of the command addresses supported: Send mail to the following for info and FAQ for this list:
mailadm-chipweekly-info@newsletter.chip.de
mailadm-chipweekly-faq@newsletter.chip.de
The messages do not really need to be empty, but I will ignore their content. Only the ADDRESS you send to is important. You can start a subscription for an alternate address, for example "john@host.domain", just add a hyphen and your address (with '=' instead of '@') after the command word: mailadm-chipweekly-subscribe-john=host.domain@newsletter.chip.de".
Neue Schlussfolgerung:
Ich korrespondiere mit einem Agenten und der kann bei einer deutschen Internetadresse nur englisch. Bis ich richtig begriffen hatte, worum es geht, habe ich einige Zeit und Nerven verbraucht. Wenn meine neuen Versuche, dem Agenten meine Adresse mitzuteilen ebenfalls scheitern, melde ich mich komplett neu an oder gebe auf. Schade eigentlich, ich habe die Newsletter von chip.de gern gelesen.
Eine Frage beschäftigt mich allerdings: Warum hat mich die 53. E-mail eigentlich erreicht?
Seit März 2002 erreichen mich die Newsletter wieder, allerdings bekam ich parallel dazu noch weitere Warnungen, die irgendwann aufhörten...
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